Der Tag hatte festlich begonnen. Der Schnee glitzerte im fahlen Morgenlicht wie Puderzucker. Draußen vor dem Stall scharrten die Rentiere mit den Hufen, begierig darauf, die frische Luft an ihren Schnauzen zu spüren. In der Werkstatt herrschte reges Treiben an jeder Werkbank: Hämmer, Pinsel und Bänder tanzten in einem fröhlichen Ballett miteinander. Elfen zogen vorbei, beladen mit Bergen von Geschenken, Werkzeugen, roten Stoffen und viel zu langen Listen. Alles schien bereit für die große Nacht.
Dann, ohne die geringste Vorwarnung, zerriss ein Schrei die Stille des Nordpols.
Es ging so schnell, dass die Stalaktiten zu zittern begannen.
— „Mein Hut! Sie haben meinen Hut verloren!“
Plötzlich herrschte Stille, schwer und eisig.
Der Weihnachtsmann, rot vor Rührung – und nicht nur vor der beißenden Kälte –, lief wie ein aufgeregter Bär umher. Sein Blick suchte überall, von den obersten Regalen bis in die kleinsten Ecken der Werkstatt. Nichts. Keine einzige Mütze weit und breit. Und doch war diese Mütze anders als alle anderen: Es war die, die er immer getragen hatte, die, deren Weichheit selbst die dunkelsten Nächte wärmte, die, deren Magie den Schlitten in den Himmel steigen ließ.
Ohne diesen Hut gäbe es keine Tour.
Und ohne eine Tour… schien allein der Gedanke daran zu schwer, ihn zu formulieren.
Drei Elfen tauschten einen Blick. Ein Hauch von Besorgnis huschte über ihre Augen, gefolgt von einer leichten, aber festen Entschlossenheit – jener Art von Entschlossenheit, die entsteht, wenn die Welt plötzlich von einer winzigen Geste abhängt.
Irgendjemand musste Weihnachten retten.
Und das Abenteuer hatte gerade erst begonnen.



















