Seitdem die Elfen die Ohrenschützer in die Finger bekommen hatten, verließen sie den Tisch nicht mehr.
Das Objekt hatte in der Werkstatt ein besonderes Gefühl hinterlassen: einen sanften Frieden, eine warme Stille, als ob die Menschen wüssten, wie man mit ihren Händen Zärtlichkeit erzeugt.
An diesem Morgen erstrahlte das Tor wieder in hellem Licht.
Aber diesmal weder Gold noch Weiß noch Rot.
Es füllte sich mit bernsteinfarbenem Licht.
Eine warme, honigfarbene Klarheit, wie man sie noch nie zuvor gesehen hat.
Pipette näherte sich vorsichtig.
Der magische Kompass vibrierte leicht, ein Zeichen dafür, dass das, was sie gleich sehen würden, aus einem Ort stammte, der von uralten Traditionen durchdrungen war.
Dann erschien das Bild:
Eine kleine Kopfsteinpflasterstraße, Laternen, die wie Sterne hängen, farbenfrohe Fassaden, Fenster, die mit Papiergirlanden geschmückt sind, und über einer Tür ein leuchtend roter und goldener Stern.
Rudolf murmelte:
— „Norditalien. In der Nähe der Berge. Sie haben eine Art, den Winter zu feiern, die sich wie ein leises Flüstern anhört.“
Pipette staunte.
— „Es ist wie ein Märchen…“
Groubelin wies auf mehrere kleine Märkte hin, die sich unter den Arkaden aneinanderreihten.
— „Handwerker. Und dort drüben… schau mal.“
Auf einem Tisch lag, inmitten anderer Winteraccessoires, ein Hut.
Kein Partyhut und auch keine extravagante Skimütze.
Eine elegante Mütze. Aus Zopfmuster.
Sand, Beige, Creme… schwer zu sagen.
Schlicht und doch so schön, dass es die Geschichte des Winters mit einer einzigen Farbe zu erzählen schien.
Ludo blinzelte.
— „Es sieht aus, als hätte es jemand gestrickt … mit Geduld.“
Der Hut vibrierte im Heiligenschein, als ob er wüsste, dass er beobachtet wurde.
Dann, wie die Ohrenschützer vor ihm, überschritt er die Grenze.
Sie landete sanft auf dem Tisch, ganz nah an der kleinen Lucia-Kerze.
Pipette nahm es in die Hände.
Es war sanft wie ein ermutigendes Wort, fest wie ein Entschluss und warm wie menschliche Anwesenheit.
Rudolf näherte sich.
— „Die Menschen legen so viel Liebe in ihre Hände… Ich spüre ein ruhiges Licht in diesem Hut. Ein Licht, das uns helfen könnte, das Licht des Weihnachtsmanns wiederzufinden.“
Das italienische Licht verblasste langsam.
In der Luft liegt ein Duft von Holz, Orange und menschlicher Wärme.



















