Calendrier Noël Quello, jour 8: une lumière qui n'est pas de la nôtre

🎄 Tag 8 — Ein Licht, das nicht unser eigenes ist

🎄 Tag 8 — Ein Licht, das nicht unser eigenes ist

In jener Nacht gelang es keinem der Elfen, auch nur ein Auge zuzutun.
Etwas braute sich zusammen, etwas, das sie noch nicht benennen konnten. Eine Öffnung. Ein Übergang. Eine Wartezeit voller Stille und Licht.

Als der Wintermond seinen Höchststand erreichte, durchquerte ein seltsamer Schimmer die Werkstatt.
Das Tablet – das einer der technikbegeisterten Elfen auf einer Werkbank vergessen hatte – begann sanft zu vibrieren.
Ein goldener Heiligenschein umgab sie, ein Heiligenschein, der den Duft von Zimt, Orange und Honig zu verströmen schien.

Ludo näherte sich, leicht zitternd.
— „Es riecht immer noch nach Menschen… aber es… ist weniger beängstigend als gestern.“

Pipette legte einen Finger an den Rand des Bildschirms.
Das Bild veränderte sich sofort.

Die Elfen entdeckten eine erleuchtete Welt:
Schmückte Häuser, leuchtende Bögen, die von den Fenstern hängen, Stände voller Stoffe und Hauben und Passanten in farbenfrohen Mänteln, die sich durch einen Markt bewegen, der von Geräuschen und Hitze erfüllt ist.

Groubelin stieß einen kleinen Seufzer der Überraschung aus.
— „Es sieht aus wie… ein Markt… aber nicht wie unserer.“

Rudolf näherte sich vorsichtig.
Das Licht seiner Mündung spiegelte sich im Bildschirm.
— „Es ist ein Weihnachtsmarkt. Ein Weihnachtsmarkt. Sehr verbreitet in Deutschland und einigen Nachbarländern. Die Menschen feiern dort Licht, Kälte und Herzlichkeit. Vielleicht hat uns das ja zusammengeführt.“

Pipette spürte, wie etwas in ihr aufstieg.
Die Welt der Menschen war so lebendig, so strahlend, so tief in Traditionen verwoben. Jedes Fenster schien eine Geschichte zu erzählen, jedes Licht trug eine Botschaft in sich.

Und plötzlich, inmitten all des Glitzerns, sah sie ihn.

Eine Mütze.
Ein leuchtend roter Hut…
Doch das Rot war nicht still: Es blinkte sanft, als ob es atmete.

Die Elfen erstarrten.

Ludo sprang zurück.
— „Aaaaaaah! Er sieht aus, als wäre er besessen!“

Groubelin war fasziniert und hatte sich nicht bewegt.
— „Oder… von innen erleuchtet.“

Rudolf lächelte freundlich.
— „Das ist keine schwarze Magie. Es ist ein von Menschenhand geschaffener Gegenstand. Aber er trägt ein Licht in sich. Und durch das Licht werden Botschaften zwischen unseren Welten ausgetauscht.“

Zum ersten Mal hatten sie eine echte Ahnung.
Nicht ein Faden, kein Duft, nicht die geringste Spur.
Aber ein Gegenstand.
Ein Hut, der glänzte.

Und wer schien ihnen etwas mitteilen zu wollen?

Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar